E-Commerce

"Bei Google kaufen" wird für alle Händler geöffnet

Google Shopping hat in den letzten Monaten seine zweite wesentliche Änderung vorgenommen. Die erste Änderung war die Implementierung kostenloser Google Shopping-Einträge. Die zweite ist die kommissionsfreie Öffnung des „Buy on Google“-Programms für alle Händler.

Mit Buy on Google können Verbraucher Produkte von Händlern kaufen, ohne Google verlassen zu müssen. Das Programm wird laut Google bis Anfang 2021 für alle Händler eingeführt.

Betrachten Sie das folgende Beispiel für den Buy on Google-Prozess. Nach der Suche nach "Festplatten" kann ein Verbraucher auf die Registerkarte "Shopping" zugreifen und auf die Option "Bei Google kaufen" klicken.

Nach der Suche

Nach der Suche nach "Festplatten" kann ein Verbraucher auf die Registerkarte "Shopping" zugreifen und auf die Option "Bei Google kaufen" klicken.

-

Durch Klicken auf die erste Liste (externes Laufwerk „Samsung Portable SSD T7“) wird eine Produktseite erstellt. Verbraucher können dann auf "Quick Checkout" oder "In den Warenkorb" klicken, sich bei Google anmelden (falls noch nicht geschehen) und Lieferdetails und Zahlungsinformationen eingeben.

Auf der Produktseite klicken die Verbraucher auf

Auf der Produktseite klicken Verbraucher auf "Quick Checkout" oder "In den Warenkorb".

Änderungen am Programm sind nicht nur provisionsfrei, sondern umfassen auch:

  • Verknüpfung mit Ihrem Zahlungsanbieter im Merchant Center. Früher konnten Werbetreibende bei Google nur PayPal verwenden, um Zahlungen von Verbrauchern zu verarbeiten. Shopify Payments ist jetzt eine Option, weitere Zahlungsabwickler werden folgen. Händler müssen ihren Zahlungsprozessor mit dem Merchant Center verbinden.
  • Kundenbetreuung direkt abwickeln. Google bot zuvor exklusiven Support für Buy on Google-Kunden. Diese Supportanfragen, wie z. B. Bestell- oder Versandprobleme, werden jetzt zunächst an Händler weitergeleitet, die im Merchant Center eine entsprechende E-Mail-Adresse für den Kundensupport angeben müssen.
  • Produktrückgabe. Google kann Retouren von Verbrauchern verarbeiten oder Händler können dies selbst tun. Wenn Google dies tut, verlinken Händler im Merchant Center auf ihren Spediteur. Der Spediteur wird dann die Händler direkt in Rechnung stellen.
  • Amazon-Produkt-Feeds. Eine weitere Änderung ist die Möglichkeit, denselben Produkt-Feed für Amazon in das Merchant Center hochzuladen. Google ordnet die Felder automatisch zu. Dies ist meiner Erfahrung nach ein enormer Mehrwert, da technische Störungen bei der Produktzufuhr eine Herausforderung darstellen können.

Verbraucher, die über Google einkaufen, erhalten eine Garantie gegen falsche oder verspätete Lieferungen und erhalten nach der Rückgabe von Artikeln keine Rückerstattung. Google ermutigt Verbraucher, sich zuerst an den Händler zu wenden. Wenn nach zwei Tagen keine Antwort erfolgt, bietet Google Shopping-Support an.

Bedenken

Für Händler, die Buy on Google verwenden, sind keine Zielgruppendaten verfügbar. Wenn sie ihre Website mit Google Ads- oder Analytics-Pixeln versehen, können Händler Zielgruppen erstellen und Remarketing-Kampagnen einrichten. Händler können auch Lookalike Audiences erstellen, um ihre Reichweite zu vergrößern. Aber jetzt kaufen Verbraucher direkt bei Google. Händler können sie nicht erneut vermarkten.

Berücksichtigen Sie auch die Auswirkungen auf die Marke. Die gesamte Erfahrung ist jetzt bei Google. Die Produktrecherche der Verbraucher und nachfolgende Kauftransaktionen erfolgen über Google - nicht über die Website des Händlers. Dies wird wahrscheinlich das Branding der Händler beeinträchtigen.

Darüber hinaus riskieren teilnehmende Händler, die falsche Produktinformationen übermitteln und einen schlechten Kundenservice durchführen, die Aussetzung durch Google.

The Big Picture

Die Suche nach dem Marktplatz von Google geht weiter. Obwohl es schon eine Weile live ist, ist Buy on Google jetzt für alle Händler verfügbar. Indem Händler keine Provisionen zahlen, können sie möglicherweise ihre Werbebudgets erhöhen. Google Shopping ist für viele Unternehmen bereits eine Top-Einnahmequelle. Bei Google kaufen ist ein logischer nächster Schritt.

Verwandte Artikel

0 Kommentare
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben-Taste